It doesn't hurt me - do you wanna know how it feels?

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Schlafend liegst du neben mir. Das Mondlicht, hell und dünn gesät wie Spinnenfäden, fällt auf dich.
Mein Blick wandert langsam über deinen Körper; ich nicke zufrieden. Wie schön du doch bist...
Haut so weiß wie Alabaster und doch noch viel zarter, Lippen rot wie Blut und Haar wie pures Gold. Klischeehafte Beschreibungen deiner Schönheit, aber alle diese Worte treffen zu. Und wirklich, so etwas kann nur von einem Gott geschaffen worden sein.
Ein sanftes Lächeln umspielt deine Lippen, während du schläfst. Du scheinst sehr glücklich zu sein.
Träumst du gerade etwas Schönes? Träumst du von Frieden, Geborgenheit oder von der Wärme, die du eben bei mir gefunden hast?
Denkst du dabei etwa an Liebe?
Bei diesem Gedanken muss ich lautlos lachen.
Glaubst du wirklich noch an die Liebe? Bist du im Ernst so naiv, auch nur für eine Minute angenommen zu haben, dass du für mich etwas Besonderes bist?
Nur mühsam halte ich mein Lachen zurück.
Sicher, du bist schön, erfolgreich und verdammt anziehend... aber ist das nicht fast jedes Mädchen auf seine Art und Weise?
Eines kann ich allerdings mit Sicherheit sagen: Allzu klug bist du nicht.
Sonst müsste dir etwas aufgefallen sein; schon das erste Mal als wir uns begegnet sind... als ich dich angesprochen habe. Ich habe mich augenscheinlich zwar um dich bemüht, dich mit Komplimenten überhäuft und dir den Hof gemacht, wann immer ich nur die Gelegenheit dazu fand. Aber das alles war nicht echt.
Ich habe nie gesagt, dass ich dich liebe; hatte nie dieses Feuer in den Augen, dass man bei Verliebten immer wieder sieht und sich im Stillen darüber amüsiert. Ich habe es nie gespürt; nicht einmal, als wir uns stundenlang liebten.
Du warst und bist nur eine von vielen.
Und ich werde ja bald sehen, was du darüber denkst. Bin gespannt, ob dein Herz daran zerbricht, wenn du die Wahrheit über unsere kleine "Romanze" erfährst... soll es doch.
Ich habe ( ja ), was ich wollte.
Du kannst mich für ein Monster halten, wenn du es unbedingt willst, aber das hat keinerlei Bedeutung für mich. Vor allem da mir das Spiel mit dir Spaß gemacht hat... und der für dich ernüchternde Morgen sicherlich ebenfalls zu meiner Erheiterung beitragen wird.
Du bist es nicht wert, dass ich mich über dich aufrege oder nach dieser Nacht auch nur noch einen Gedanken an dich verschwende. Da ich dich besessen habe, bist du für mich uninteressant geworden; warum sollten ich mich also noch groß anstrengen?
Ich brauche dich jetzt nicht mehr.
Plötzlich verzieht sich dein hübsches Gesicht vor Schmerz, du wälzt dich kurz hin und her... kommst dann aber wieder zur Ruhe und schlummerst weiter.
Gut so; schlaf nur ruhig weiter. Der Morgen kommt bald. Verkriech dich in deiner Traumwelt, so lange du noch kannst. Denn wenn du aufwachst, werde ich dich bereits vergessen haben und du wirst wieder ein Niemand sein; nur ein anspruchsloser Name im "großen Buch der Eroberungen".
Nichtig. Ersetzbar.
Ja... die Wahrheit tut weh, meinst du nicht auch?
Lächelnd streiche ich ein letztes Mal über dein feines Haar, bevor auch ich mich umdrehe und einschlafe.
Träum süß.
Bald musst du aufwachen.



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